Phänomen Ramones

Von sich selbst sagten die Ramones, dass sie nur den Sound der 50er und 60er nachspielten. Halt nur schneller und verzerrter. Trotzdem war ihr Sound neu und ein Sprachrohr für eine ganze Generation, die bis heute ihre Früchte trägt. Die einen sagen, dass sie hätten weitermachen sollen, die anderen sahen den richtigen Zeitpunkt für die Auflösung beim Abschiedskonzert in Argentinien. Bei diesem Konzert spielten auch die Toten Hosen und Iggy Pop, welche persönlich von der Band eingeladen wurden. Buenos Aires war tagelang im Ausnahmezustand und 50.000 Fans erlebten eines der grössten Rockkonzerte überhaupt im River Plate Stadion. Ein unvergessliches Erlebnis für die Fans, aber auch für die Hosen und Iggy Pop, welche ihre Einflüsse nie geleugnet haben.

Doch was hat die Ramones erst zu dem gemacht, was sie waren und immernoch sind? Ich denke, das Einfache und das Leidenschaftliche war einfach ehrlich und es war nunmal Zeit für Rock'n'Roll in einer härteren Form. Nach dem Surfsound und den Beatles mussten einfach ein paar coole Jungs in Lederjacke und Jeans kommen, um den Leuten dort draussen kräftig in den Arsch zu treten. Und dabei waren die Ramones sehr fleissig: In zwanzig Jahren haben sie zwanzig Platten veröffentlicht. Punk Rock kennt nunmal keine Pause. Und auch wenn der Erfolg mal mehr und mal weniger da war - The Ramones war schon zu Lebzeiten Kult, Inspiration und Mythos zugleich.

Mit dem Tod von Joey und DeeDee Ramone kam auch das Ende einer Epoche. Klar, es gab mittlerweile etliche Bands, die durch deren Einfluss berühmt geworden sind. Aber das Original bleibt immer das Original und wir können froh sein, dass es genügend Musiker gibt, die sich diesen Einfluss zu Gemüte führen und uns heute noch mit gutem Punk Rock versorgen.

New York hat viele Wahrzeichen: Die Freiheitsstatue, das Empire State Building oder den Times Square. Das ehrlichste aber ist ein Ort namens Forest Hills und dieser liegt in Queens. Die Gründungsstätte der Ramones. One-Two-Three-Four - nur noch einmal, Joey ...

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